Spiel- und Theatergeschichte: "Atanya"


Der Anfang der Spielgeschichte entspricht der biblischen Weihnachtsgeschichte: In einer kalten Nacht erfahren Hirten von Lichtgestalten, dass der König des Himmels geboren worden sei.
Die Hirtensippe macht sich sofort auf, den König zu suchen. Diesen König, der der Welt den Frieden bringen soll.

Wir aber folgen Atanya, einem eigenwilligen Hirtenmädchen:
Atanya möchte zuerst ihren Hund Zomo finden. Dieser ist vor den Lichtgestalten ausgerissen. Atanya verirrt sich. Sie findet weder Hund noch Sippe.

Zwei Wanderer, Judith und Osias, begleiten Atanya nach Jerusalem. Dort müsste der König des Himmels am ehesten zu finden sein. Atanya fragt keck den Hohen Priester um Rat. Dieser aber will von einem neuen König des Himmels nichts wissen und droht dem Mädchen.

Mit Judith und Osias gelangt Atanya zu einer einsamen Herberge. Ohne Geld werden die drei aber nicht eingelassen. Dafür begrüsst der Wirt überschwänglich drei fremde Könige, die ebenfalls auf der Suche nach dem neugeborenen König sind. Die Könige zeigen stolz ihre wertvollen Geschenke und stellten Judith und Osias als Begleitung an.
Atanya steht nun allein mit leeren Händen da.

Enttäuscht zieht sie weiter, nun vorerst auf der Suche nach einem geeigneten Geschenk. Sie schlägt sich aus eigener Kraft und mit der Hilfe wohlmeinender Menschen durch. Mit jedem Tag aber wächst ihr Heimweh nach ihrer Sippe und ihrem Hund.

Auf ihrer langen Reise trifft sie Tänzer und Tänzerinnen aus Afrika. Auch sie sind auf der Suche nach dem König, der den Menschen den Frieden bringen soll. Tänze sollen ihr Geschenk sein. Atanya möchte mittanzen. Aber sie ist zu unbeholfen dazu. Sie trennt sich von der Truppe.

In einer Räubergegend begegnet sie einer Gesangsgruppe aus Spanien. Lieder sollen ihr Geschenk für den neuen König sein. Atanya möchte auch singen. Aber es gelingen ihr nur Krächzlaute. Immer noch hat sie kein Geschenk.

Vor einem Dorf trifft sie Künstler aus Asien. Sie bringen dem König des Himmels Kunstwerke aus Ton. Atanya möchte auch eine Tonfigur formen. Aber es entsteht eine unansehnliche Figur. Traurig zieht sie weiter und gelangt ans Meer

Dort wird sie von einer Zirkustruppe aus Russland aufgenommen. Mit ihren Kunststücken wollen die Artisten den neuen König beschenken. Die Kunststücke sind zwar zu schwierig für Atanya, doch der Wildfang kann besser klettern als alle andern. Sie darf daher zuoberst auf die Menschenpyramide steigen. Endlich hat sie ein Geschenk für den neuen König, der angeblich in Ägypten geboren worden sei.