Stefans sonderbare Kugel


Inhalt
:
Stefan, der Aussenseiter, hat Mühe in der Schule, wird dauernd von seiner grossen Schwester gehänselt und von Pascals Bande geplagt. Am liebsten zieht er sich deshalb zum Fischen an einen einsamen See zurück.
Dort fängt er eines Abends einen sprechenden Fisch. Als Belohnung für dessen Freilassung erhält er eine Kugel, mit
der er alles Unangenehme ins Gegenteil verwandeln kann.

Mit dieser Kugel wird er plötzlich zum besten Schüler, zum erfolgreichsten Fussballer, zum Star der ganzen Schule. Er gewinnt viele Freunde und wird von den Mädchen bewundert. Einzig seine Freundin Nadia lässt sich von Stefans seltsamer Kunst nicht beeindrucken.
Mit der Kugel rächt sich Stefan aber auch seiner Schwester, an der Bande und an Senta, der hochnäsigen Tochter seiner Patin. Doch darunter hat vorab seine Patin zu leiden, die Stefan eigentlich gut mag.

Eines Tages kann Stefan zwei Einbrecher überwältigen und wird
zum Helden der Stadt. Doch die Freundschaft mit Nadia scheint darob zu zerbrechen.

Nadia kommt schliesslich hinter Stefans Geheimnis und stellt ihn vor die Wahl: entweder sie oder die Kugel.
Stefan wirft die Kugel in den See. Die Freundschaft mit Nadia ist gerettet. Und Stefan gelingt es ohne Kugel, sogar die Bande zu einem vergnüglichen Wasserspiel zu ermuntern.


Erfahrungen und Umsetzung ins Spiel:
"Stefans sonderbare Kugel" ist eigentlich eine ganz gewöhnliche Geschichte zum Lesen oder Vorlesen. Eine spannende, zuweilen ernste, zuweilen lustige Geschichte, die Kinder zwischen 8 und 13 Jahren sehr gut ansprach.

"Stefans sonderbare Kugel" lässt sich als Spielgeschichte aber auch problemlos in darstellendes Spiel umsetzen.

Zu diesem Zweck enthält sie neben harter Realität auch entspannende Fiktion, damit die Kinder nicht bloss spielerisch ihre eigene Realität reflektieren, sondern auch " aus ihrer Haut schlüpfen" können.
Sie enthält neben zahlreichen gegensätzlichen Figuren
auch leicht dramatisierbare Massenszenen für grosse Spielgruppen (Schlägerszene, Schulunterricht, Fussball, Fest, Disco) Diese Szenen lassen sich leicht inszenieren, wenn folgende Regel eingehalten wird:
Die Protagonisten agieren im Vordergrund und geben buchstäblich den Ton an.

Die Spielgeschichte enthält neben fixfertigen Dialogen auch Freiräume für freie Dialoge, neben präzisen Regieanweisungen auch viele Möglichkeiten für freies Bewegen auf der Bühne.